Die meisten Tandemflüge haben dasselbe Ziel: schön hinunter. Ein Streckenflug hat ein anderes: möglichst weit. Statt die Höhe auszugeben, die der Berg uns geschenkt hat, sammeln wir sie wieder ein — an jedem Hang, der in der Sonne steht, in jeder Blase warmer Luft, die von unten kommt. Und wenn wir oben sind, ziehen wir weiter zum nächsten Grat.
Das klingt einfach und ist die Königsdisziplin dieses Sports. Wer Strecke fliegt, muss den ganzen Tag lesen, was die Luft macht: Wo löst die Thermik ab, wann kippt der Wind, welcher Hang trägt um zwei Uhr noch und welcher nicht mehr. Man fliegt nicht gegen die Luft, sondern mit ihr — und man braucht Geduld, weil sie nicht auf einen wartet.
Ich mache das seit über dreissig Jahren. In den Jahrzehnten dazwischen sind ein paar deutsche Rekorde zusammengekommen, und Deutscher Meister im Streckenfliegen bin ich auch geworden. Das ist kein Titel, den man sich an die Wand hängt, sondern die Erklärung dafür, warum dieser Flug hier überhaupt im Angebot steht: Er ist kein Zusatzpaket, er ist das, was ich am liebsten tue.
Für dich heisst das: Du sitzt nicht bei einem Anbieter im Gurtzeug, sondern bei jemandem, der dieses Gebiet aus der Luft kennt wie andere ihren Garten. Wir fliegen nicht die eine Runde, die alle fliegen. Wir fliegen den Tag, den die Luft hergibt.









